Einflussfaktoren auf Anwendungsbereich nach ISO 45001

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Der Anwendungsbereich eines SGA-Managementsystems gemäß ISO 45001

Der Anwendungsbereich zeigt die räumlichen und organisatorischen Grenzen des Managementsystems für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (SGA) auf.

Bei der Definition des Anwendungsbereiches fließen externe und interne Faktoren ein, die auf die Organisation einwirken können bzw. von der Organisation beeinflusst werden. Auch hat die Organisation zu berücksichtigen, welche relevanten Erwartungen von den externen oder internen interessierten Parteien adressiert werden. Das können z.B. externe Auftragnehmer sein, die sich sicher im für sie fremdem Unternehmen bewegen wollen, wie auch Weiterbildungsangebote für eigene Mitarbeiter.

Ein gutes Hilfsmittel bei der Analyse dieser interessierten Parteien ist die Betrachtung der internen und externen Kommunikationswege. Denn eine interessierte Partei, mit dem die Organisation keine Kommunikation unterhält, ist nicht relevant.

Die ISO 45001 legt – zusätzlich zu den Anforderungen der BS OHSAS 18001 – fest, dass die Organisation ausgegliederte Funktionen und Prozesse zu steuern hat. Hier übernimmt eine externe Organisation Tätigkeiten, die durch die eigene Organisation nicht durchführen werden kann, oder nicht durchgeführt werden soll. Ein typisches Beispiel sind externe Monteure, die eine Maschine beim Kunden errichten oder warten. Die eigene Organisation tritt hier gegenüber dem Kunden als (General)Auftragnehmer auf. Das Ausmaß der Steuerung dieser externen Monteur-Dienstleistung kann sehr unterschiedlich sein. Art und Grad sind im SGA-Managementsystem festzulegen.

Mit der Definition der Grenzen ist die Glaubwürdigkeit des SGA verbunden, denn es werden Einflussnahme und Kontrollen, z.B. für eigene Mitarbeiter, für Auftragnehmer und ausgegliederte Funktionen/Prozesse, fixiert.